Deutschland bekommt sein erstes KI-Filmfestival – und die Einreichung läuft noch. Das First German AI Filmfestival im oberschwäbischen Biberach an der Riß nimmt aktuell Filme entgegen, in denen künstliche Intelligenz eine tragende Rolle spielt. Die reguläre Frist (30. Juni 2026) ist zwar bereits verstrichen, doch über die Late-Deadline am 31. August 2026 ist eine Teilnahme weiterhin möglich. Das Festival selbst findet vom 28. Oktober bis 1. November 2026 statt.

Worum es geht

Das Festival versteht sich ausdrücklich als erstes seiner Art in Deutschland und rückt Filme in den Mittelpunkt, deren Produktion wesentlich auf KI-Werkzeugen beruht. Als Bedingung gilt, dass der Einsatz von KI einen substanziellen Teil des Entstehungsprozesses ausmacht – die Veranstalter nennen einen Mindestanteil von rund 30 Prozent. Jeder Einreichung muss eine Beschreibung beiliegen, welche KI-Tools wie eingesetzt wurden. Kuratiert wird der Auswahlprozess unter anderem von Marcel Barsotti, der bereits mehrere „Selection Reels" mit ausgewählten Arbeiten veröffentlicht hat.

Filmschaffender an einem Studio-Schnittplatz mit zwei Monitoren
Foto: Ron Lach via Pexels (Pexels License)

Kategorien, Gebühren und Preise

Eingereicht wird über die Plattform Festhome (Kontakt: submission@ki-filmfestival.eu). Der Wettbewerb ist in mehrere Kategorien gegliedert:

  • Bester Kurzfilm (bis 15 Minuten)
  • Bester Langfilm (15 bis 60 Minuten)
  • Bester Diversity-Film (ohne KI-Beschränkung)
  • Bester Rookie-Film für Schüler:innen und Studierende

Die Einreichgebühr liegt für die regulären Film-Kategorien bei der Late-Deadline bei rund 25 Euro; für Schüler:innen und Studierende sind es lediglich etwa 5 Euro. Insgesamt sind Preise im Gesamtwert von rund 2.000 Euro ausgelobt, verteilt auf die vier Auszeichnungen – der Rookie-Preis ist mit einem eigenen Preisgeld dotiert. Die genauen Gebührenstaffeln und Bedingungen sollten vor der Einreichung direkt auf der Festival- bzw. Festhome-Seite geprüft werden.

Für wen sich die Teilnahme lohnt

Für uns im deutschsprachigen Raum ist dieses Festival aus mehreren Gründen besonders interessant. Erstens die Nähe: Ein KI-Filmfestival in Deutschland senkt die Hürde für Produktionen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz spürbar – sprachlich, organisatorisch und mit Blick auf eine mögliche Vor-Ort-Präsenz Ende Oktober. Zweitens die niedrige Einstiegsschwelle: Mit Einreichgebühren im niedrigen zweistelligen Bereich und einer eigenen Rookie-Kategorie ist das Festival auch für kleinere Teams und Nachwuchs attraktiv. Drittens der Transparenz-Aspekt: Die Pflicht, den KI-Einsatz offenzulegen, passt gut zu einer sauberen, nachvollziehbaren Produktionsweise und belohnt Teams, die ihren Workflow im Griff haben. Konkret lohnt sich die Teilnahme für alle, die eine fertige KI-Produktion in der Schublade haben und den Schritt vom reinen Online-Content hin zur Festivalbühne suchen. Wichtig: Die Late-Deadline am 31. August 2026 rückt näher – wer teilnehmen will, sollte die Einreichung inklusive KI-Dokumentation zeitnah vorbereiten.